tops und flops

Wie in jedem Leben gibt  es auch in meinem äußerst gute(top) und schlechte(flop) Momente. Zusätzlich auch noch TopFlops(sch..ß) und MegaTopFlops. Hier einige Beispiele:

SuperMegaTopFlop – Das war der Moment in dem mein Möchte-gern-Stiefvater mit einem Koffer vor unserer Haustür stand. Das mag jetzt vielleicht negativ klingen, aber es war noch wesentlich negativer. Diesen Menschen hatte meine Mutter nach der Geburt meiner kleinsten Schwester über ein Inserat, das besser nie erschienen wäre, kennengelernt. Er hatte mit seinem Vater unter dem Wohlwollen der damaligen SED aus der DDR ausreisen dürfen. Im Westen wurde er dann plötzlich zum Erzkommunisten und trat in die KPD ein. Wie sich bald herausstellen sollte war für ihn auch selbst die wohldosierte stresslose Arbeitsmoral in der damaligen Ostzone zu viel.
Dieser Mensch wollte also mein Vater werden. Nun die Resultate sind bei genauerem Hinsehen heute noch offensichtlich: die Narbe einer Platzwunde auf der Stirn, eine auf der Nase und eine an der Unterlippe. Zum Glück hatte ich mir damals schon mein Zimmer auf dem Dachboden ausgebaut und konnte mich dahin zurückziehen.
Als meine Mutter ihn dann auch noch heiratete behielt ich meinen Nachnamen, was ihm natürlich auch nicht passte, aber das war mir egal.
Alles in allem war er ein richtiger Allrounder: zwei bis vier Wochen Arbeit,  sechs Wochen krank,  danach 3 Monate arbeitssuchend und dann das Ganze von vorn, also kurz zusammengefasst, die Arbeit hatte er nicht erfunden. Während ich im Garten Beete umgegraben habe, saß er im Wohnzimmer und las Zeitung. Naja, 5 Jahre später hielt ich mich ohnehin mehr in Hof als zuhause auf  und das Thema war für mich dadurch nahezu beendet. Aber auch später versuchte er sich immer wieder bei mir und vor allem meinen Bekanntschaften einzumischen, aber zum Glück hatte ich die Fähigkeit ihn zu ignorieren. Ich habe ihm immer insgeheim, solange er lebte, dicke Hämorrhoiden und ganz kurze Arme gewünscht.